Die Sternwarte

Die Sternwarte

 

Unsere Sternwarte ist eine Schiebedachhütte im Vorgarten (Bild 1).

 

 

Bild 1: Die Sternwarte

 

 

 

Bild 2: Die Sternwarte mit abgefahrenem Dach

 

Die Hütte wurde aus Gasbetonsteinen gemauert. Das Dach ist mit Aluminiumprofilen gedeckt. Bei kaltem Wetter entsteht an der Unterseite der Dacheindeckung Schwitzwasser. Damit das Schwitzwasser nicht in die Sternwarte tropft, wurden unter der Dacheindeckung Wellprofile aus PE angebracht. Die Profile sind so schräg angebracht, dass das abtropfendes Schwitzwasser ablaufen kann. Man hätte die Unterseite der Dacheindeckung auch isolieren können. Die Lösung mit den Wellprofilen war aber einfacher zu realisieren.

Der Boden der Sternwarte wurde mit künstlichem Rasen ausgelegt. Dieser bindet den Staub. Außerdem kühlt der Boden im Winter nicht so stark aus.

Zwischen Dach und Mauerwerk wurden Lücken zur Belüftung frei gelassen, wobei darauf geachtet wurde, dass auch bei starkem Wind möglichst kein Niederschlag in die Hütte eindringen kann. Dadurch wird die Sternwarte gut durchlüftet und trocknet immer gut aus.

In der Sternwarte befindet sich ein 10-zoll Newton mit f/5 (Bild 2). Das Fernrohr befindet sich auf einer stabilen parallaktischen Montierung. Die Montierung wurde einem anderen Sternfreund abgekauft. Die Stundenachse hat einen Durchmesser von 80 Millimetern, die Deklinationsachse hat 60 Millimeter Durchmesser. Die Achsen sind nicht durchbohrte Stahlachsen. Die Gehäuseteile der Montierung bestehen aus Grauguss. Die Achsen waren teilweise in Kugellagern gelagert. Diese wurden gegen Rollenlager ausgetauscht. Jetzt befindet sich in jeder Achse als oberes Lager ein Kegelrollenlager, als unteres Lager wurde jeweils ein zweireihiges Pendelrollenlager verwendet. Die Lager sind gegeneinander verspannt.  

 

 

Bild 3: 10-zoll Newton

 

 

Neues Teleskop ab Frühjahr 2006          

 

Mit der Montierung wurde ein 12-zoll Newton f/6,4 erworben. Der Hauptspiegel wurde nach Aussage des Vorbesitzers von Alfred Wilke in den 60-ziger Jahren geschliffen und ist damit fast schon eine Antiquität. Dieses Teleskop wurde zunächst nicht aufgestellt, da es überholt werden musste und für die Schiebedachhütte zu groß war. Die Schiebedachhütte konnte aufgrund des beschränkten Platzes im Vorgarten nicht größer gebaut werden. Um den 12-zoll Newton trotzdem aufstellen zu können, wurde die Rohrmontierung drehbar gelagert (eine nähere Beschreibung dazu unter Selbstbau).

 

Bild 4: 12-zoll Newton mit drehbar gelagerten Tubus

 

Durch die drehbare Tubuslagerung wird zum Beobachten keine Leiter benötigt. Dadurch kann dieses recht große Fernrohr jetzt auch in der relativ kleinen Schiebedachhütte genutzt werden. Außerdem ist die Beobachtung sehr komfortabel, da das Okular immer in eine zum Beobachten günstige Lage gebracht werden kann.