Die in der Werkstatt verwendeten Maschinen

Die in der Werkstatt verwendeten Maschinen

 

Kernstück unserer Werkstatt ist eine Drehbank. Da die in den Baumärkten gehandelten chinesischen Maschinen keinen sehr soliden Eindruck hinterließen,  haben wir bei eBay eine ältere Maschine ersteigert, die zudem noch wesentlich preisgünstiger als die Baumarktmaschinen war (Bild 1).

 

 

Bild 1: Die Drehbank

 

Diese Maschine ermöglicht es Werkstücke mit einem maximalen Durchmesser von 17,5cm zu bearbeiten. Allerdings hat die Maschine keine Einrichtung zum Gewindeschneiden. Da die Maschine schon ziemlich abgenutzt war, musste diese aufgearbeitet werden. Das entsprechende Fachwissen dazu haben wir in den in der Literatur angegebenen Büchern gefunden. Diese Bücher sind für den Einstieg sehr empfehlenswert. Während sich Lehrbücher sonst an den Anforderungen der Industrie orientieren, hat hier ein erfahrener Modellbauer sehr anschaulich und pragmatisch beschrieben, wie der Hobbybastler mit einfachen Mitteln zu guten Ergebnissen kommen kann.

Obwohl die Maschine über keine Einrichtungen  zum Fräsen verfügt, wird die Maschine auch zum Fräsen genutzt. Dabei wird das in [2] beschriebene Schlagzahnfräsen angewendet (Bild 2).

 

 

Bild 2: Schlagzahnfräsen

 

Dazu wird das zu bearbeitende Werkstück auf einer Platte fest gespannt, wobei die Platte in die Aufnahme des Kreuzsupports eingespannt wird. Gefräst wird mit einem in einer Aluscheibe befestigten Schlagzahn (Bild3).

 

 

Bild 3: Schlagzahn in einer Aluscheibe

 

Der Schlagzahn wurde aus einem abgebrochenen Bohrer geschliffen. Mit diesem recht einfachen und sehr kostengünstigen Verfahren lassen sich auch größere Teile Fräsen. Allerdings ist das Verfahren etwas mühsam da immer nur wenig Material abgetragen werden kann.  Dies dürfte aber für den Bastler, der nicht unter Zeitdruck steht, kein wesentlicher Nachteil sein.

Ansonsten besteht unser Maschinenpark noch aus einer Schleifmaschine, einer Bohrmaschine und einer Dekupiersäge (Bild 4).

 

 

Bild 4: Einfache Baumarktmaschinen  

 

Bei diesen Maschinen handelt es sich um einfache Baumarktmaschinen (aus Sonderangeboten), die aber voll ihren Zweck erfüllen.

Mit der Schleifmaschine lassen sich einfache HSS-Drehlinge recht gut anschleifen. Auch zum Anschleifen von kobaltlegierten Spiralbohrern für Edelstähle ist die Maschine noch geeignet. Für Drehmeißel mit Hartmetalleinsätzen dürfte die Schleifmaschine hingegen nicht geeignet sein – diese werden von uns aber ohnehin nicht verwendet.

Die Bohrmaschine erfüllt ihren Zweck auch hinreichend. Wichtig ist, dass die verwendeten Bohrer immer scharf sind, dann muss zum Vorschub nur eine geringe Kraft aufgewendet werden und die Maschine ist bei diesen Kräften ausreichend steif. 

Die Dekupiersäge eignet sich mit Metallsägeblatt ausgezeichnet zum Sägen dünnerer Bleche. Mit ziemlicher Mühe lassen sich sogar Alubleche bis zu einer Dicke von etwa 15 mm sägen.

 

 

Literatur:

[1] Eichardt, Jürgen: Drehen für Modellbauer; Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden 2001

[2] Eichardt, Jürgen: Fräsen mit der Drehmaschine; Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden 2000