Münzfeldstecher

Münzfeldstecher

 

Einen monokularen Münzfeldstecher zeigt Bild 1.

 

 

Bild 1: Münzfeldstecher 8x30, restaurierter Zustand (wahrscheinlich aus den 30-iger Jahren des 20. Jh.)

 

Das Münzfernrohr war stark korrodiert und zeigte deutliche Gebrauchsspuren. Auch wurde das Münzfernrohr während seiner Nutzungszeit öfter überholt. Bild 1 zeigt den Feldstecher im bereits restaurierten Zustand. Das bereits demontierte Münzfernrohr im unrestaurierten Zustand ist in Bild 2 zu sehen.

 

 

Bild 2: demontiertes Münzfernrohr, vor der Restaurierung

 

Aus den Teilen in Bild 2 wird die Funktion des Fernrohrs deutlich. Im Kasten unter dem Fernrohrtubus befindet sich ein Uhrwerk (das messingfarbene Teil links in der Bildmitte von Bild 2). Nach Einwurf einer Münze lässt sich das Uhrwerk durch Drücken eines Knopfs (am Uhrwerk rechts) spannen. Nach loslassen des Spannknopfs fällt die Münze durch eine Öffnung im Abdeckblech des Kastens (im Bild rechts neben dem Uhrwerk) nach unten in die Säule, auf der das Münzfernrohr befestigt gewesen sein muss. Gleichzeitig dreht sich eine schwarze Scheibe, die den Strahlengang im Ruhezustand verdeckt, so dass jetzt durch das Fernglas gesehen werden kann. Nach Ablauf des Uhrwerks, wird diese Scheibe wieder so zurückgedreht, dass nicht mehr durch das Fernrohr durchgesehen werden kann.

Der optisch aktive Teil des Müzfernrohrs ist ein monokularer 8x30 Feldstecher (Bild 2, oben links), der mit seinem Objektivstutzen in einen Tubus steckt und dort mit Gewindestiften befestigt ist. Am linken Ende des Fernrohrtubus befindet sich ein Visier, welches heruntergeklappt werden kann. Der Tubus wird links mit einer planparallelen Glasscheibe verschlossen. Diese Scheibe schützt die oben beschriebene Blende.  

Der Feldstecher hat keinerlei Beschriftung, so dass der Hersteller nicht festgestellt werden kann. Der Objektivstutzen ist länger als es bei gewöhnlichen monokularen Gläsern üblich ist.