Okularauszug

Okularauszug

 

Die serienmäßigen Zweizollokularauszüge von schnellen Refraktoren erlauben in der Regel kein ausreichend großes vignettierungsfreies Feld für langbrennweitige Zweizollokulare. Da schnelle Refraktoren Spezialfernrohre zur Beobachtung von Sternfeldern mit langbrennweitigen Okularen sind, sollte ein solcher Auszug an einem Refraktor 127/820 ersetzt werden. Bild 1 zeigt diesen Refraktor mit einem selbst gebauten Auszug.

 

Bild 1: Refraktor 127/820 mit selbstgebautem Okularauszug

 

Das Auszugsrohr hat einen Durchmesser von 80mm. Wie bei den verbreiteten Crayfordauszügen, werden bei dem Auszug Kugellager genutzt. Da der vorhandene Maschinenpark keine Möglichkeit zur Herstellung präziser Frästeile bietet, wurde der Auszug so gebaut, dass zum Bau eine Drehbank ausreicht. Die Kugellager wurden an Klötzern aus Aluminiumprofil befestigt. Bild 2 zeigt zwei dieser Klötzer.

 

Bild 2: Detailansicht Okularauszug 

 

Auf jedem dieser Klötzer sind zwei Kugellager befestigt.

Gegenüber befinden sich zwei Klötzer mit je einem Kugellager.

 

Bild 3: Detailansicht Okularauszug

 

Die Achsen dieser Kugellager können mit Madenschrauben so verstellt werden, dass die Kugellager das Auszugsrohr gegen die vier Kugellager auf der anderen Seite des Rohres drücken. Dadurch läuft das Auszugsrohr spielfrei zwischen den Kugellagern. Wie in Bild 2 zu sehen ist, wird das Auszugsrohr durch eine Zahnstange bewegt. Die Aluminiumlager der Achse des Zahnrades sind so gestaltet, dass die Achse mit Hilfe von vier Schrauben geklemmt werden kann. An der Achse befindet sich nur auf einer Seite ein Verstellknopf. Ursprünglich sollte an der anderen Seite der Achse ein Knopf mit Untersetzungsgetriebe angebracht werden. Die Praxis hat aber gezeigt, dass die Fokussierung im vorgesehenen Vergrößerungsbereich (der Refraktor soll mit langbrennweitigen Okularen zur Beobachtung größerer Felder eingesetzt werden) ohne Untersetzung bereits feinfühlig genug ist.